Als  Schädiger sollten sie umgehend - am besten telefonisch - spätestens aber innerhalb einer Woche ihre Versicherung benachrichtigen und die Daten des oder der anderen Unfallbeteiligten übermitteln. Beachten Sie, dass Sie bei der Schadenmeldung Fristen einhalten müssen. Außerdem hat jede Meldung eines Schadens eine Auswirkung auf Ihren persönlichen Schadenfreiheitsrabatt.
Das heißt: Manchmal ist es ratsam, einen kleinen Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen und den Schadenfreiheitsrabatt zu erhalten.

Der Geschädigte muss dies nicht tun, sofern die Sachlage klar ist und der Schädiger seine Schuld anerkannt hat, ist dessen Versicherung raus aus dem Spiel. Bei unklarer Sachlage sollte vorsorglich die Versicherung informiert werden, auch wenn man absolut von seiner Unschuld überzeugt ist. Falls die Gegenseite im weiteren Verlauf nämlich doch noch Ansprüche geltend macht, liegen die wichtigen Daten bereits vor und es kann schneller reagiert werden.

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Wenn das Auto dann in der Werkstatt ist und repariert werden soll, stellt sich die Frage, wie hoch der entstandene Schaden ist, und welche Wertminderung am Fahrzeug daraus resultiert. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Sachverständigen für Schäden und Bewertung zu. Dieser kann sowohl von einem der Versicherer als auch vom Geschädigten oder dem Schädiger beauftragt werden. Bei einem Bagatellschaden (die Reparaturkosten übersteigen hierbei nicht 750 Euro) werden die Kosten hierfür allerdings nicht übernommen. Ansonsten gilt: Wenn eine der Versicherungen den Sachverständigen beauftragt, muss sie diese Kosten auch in vollem Umfang übernehmen.

Dem Geschädigten steht es grundsätzlich frei, einen Sachverständigen seiner Wahl zur Beweissicherung und Feststellung von Schadenumfang und Schadenhöhe zu beauftragen. Das gilt selbst dann, wenn die Versicherung ohne Zustimmung des Geschädigten bereits einen Sachverständigen bestellt hat oder schickt. Sofern jedoch nur ein sogenannter Bagatellschaden vorliegt (Schadenhöhe liegt nicht höher als bis 750 Euro) dürfte als Schadensnachweis zumeist der Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt ausreichen.

Wann ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden sollte, ist oft im Ermessensspielraum der Betroffenen. In jedem Fall ist dazu zu raten, wenn eine Klageschrift des Unfallgegners vorliegt, weil sich ein Fachmann am besten mit den damit verbundenen Rechten, Pflichten und Fristen auskennt. Auch, wenn ein Bußgeld- oder Ermittlungsverfahren gegen einen selber angestrengt wurde, ist es zu empfehlen, rechtlichen Beistand zu suchen.

 Checkliste

    Wichtige Punkte

    Unfall mit ausländischer Beteiligung